Umfrage von JP│KOM, Civey & Quadriga Hochschule

Die Top-Herausforderungen für den CEO in Zukunft: Jeder vierte Deutsche nennt Fachkräftemangel und gesellschaftlicher Wandel

Das wichtigste auf einen Blick

Was sind die größten Herausforderungen, denen sich Geschäftsführer (CEOs) in der Zukunft stellen müssen?

Sollte ein Geschäftsführer (CEO) Ihrer Meinung nach Stellung zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen beziehen?

Welcher CEOs stellt Ihrer Meinung nach sein Unternehmen am besten nach außen dar?

24
Prozent der Deutschen nennen den Fachkräftemangel als die größte zukünftige Herausforderung für den CEO
52
Prozent wünschen sich einen CEO mit Profil bei gesellschaftspolitischen Themen
56
Prozent der Bundesbürger können keinen CEO benennen
DIE TOP-HERAUSFORDERUNGEN DER CEOS

Nicht nur Fachkräftemangel, sondern auch Gesellschaftswandel

Der Fachkräftemangel (24 %) und der gesellschaftliche Wandel (22 %) sind nach Ansicht der Bundesbürger die größten Herausforderungen, vor denen die Manager an der Unternehmensspitze in Zukunft stehen. Vor allem für die jungen Deutschen ist der gesellschaftliche Wandel das Top-Thema: 41,5 % der 18- bis 29-Jährigen nennen diese Herausforderung.

 

 

Im Gesamtergebnis liegen die Digitale Transformation (12 %), der Klimawandel (10,5 %), die Handelskonflikte (10 %) und die fehlende Konjunkturdynamik (10 %) im Mittelfeld der Herausforderungen, die Top-Manager künftig meistern müssen. Bei den Antworten zeigen sich jedoch Unterschiede zwischen den Altersgruppen. In der Altersklasse der 40- bis 49-Jährigen nennen 23 % die Digitale Transformation als zweitgrößte Herausforderung nach dem gesellschaftlichen Wandel. 19 % der 18- bis 29-Jährigen sind hingegen der Meinung, dass sich der CEO als zweitwichtigste Herausforderung dem Klimawandel stellen muss. Das Thema „New Work“ bzw. neue Arbeitsmodelle (4 %) ist hingegen über alle Bevölkerungsgruppen hinweg für die Befragten weniger relevant.

 

DIE AUFGABEN MIT PRIO 1

Die langfristige Strategie ist die Top-Aufgabe, Gewinne erzielen dagegen nicht

Für rund die Hälfte der Bundesbürger (46 %) ist die „langfristige Strategie“ die mit Abstand wichtigste Aufgabe, um die sich ein Top-Manager an der Spitze eines Unternehmens in Zukunft kümmern muss. Am zweithäufigsten wird die Motivation der Belegschaft (12 %) angegeben, gefolgt von der Beachtung der Work-Life-Balance der Arbeitnehmer (12 %) und gute Kommunikation (10 %). Gewinne zu erzielen (7 %), Impulse zu setzen (5 %) sowie die Rechnungsprüfung (1 %) zählen für die Deutschen zu den weniger wichtigen CEO-Aufgaben der Zukunft.

 

DIE MUST HAVE-KOMPETENZEN

Führungsstärke ja, aber Visionskraft, Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz gewinnen enorm an Bedeutung

Mehr als jeder vierte Bundesbürger (27 %) ist der Meinung, dass Führungsstärke die wichtigste Kompetenz ist, die ein Top-Manager der Zukunft haben muss. Visionskraft wird von 18 % der Deutschen genannt. Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz sind für jeweils 12,5 % der Befragten die zentralen Erfolgsfaktoren. Die Agilität als Kompetenz spielt dagegen für die Deutschen so gut wie keine Rolle; nur 2 % nennen diese Kompetenz. Führungsstärke ist besonders der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen (35 %) sowie der 30- bis 39-Jährigen (32 %) wichtig. Die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen hingegen wünscht sich deutlich mehr Kommunikationskompetenz (24 %) von einem CEO.

 

MANAGER MIT PROFIL

Gewünscht: CEOs mit klarer Meinung zu gesellschaftspolitischen Themen

Über die Hälfte der Deutschen (52 %) bejaht die Frage, ob ein Geschäftsführer (CEO) Stellung zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen beziehen soll. Nur jeder Zehnte der Befragten will „auf keinen Fall“, dass ein CEO Stellung zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen bezieht.

 

 

Vor allem die Wähler der AfD (65 %) lehnen dies ab; auch bei den FDP-Wählern sind es im Vergleich zu den anderen Parteien mit 24 % überdurchschnittlich viele Befragte, die die Frage verneinen.

 

TOP-REPRÄSENTANTEN

Top-CEOs in Deutschland kaum bekannt

Nach Meinung von fast jedem zehnten Deutschen stellt CEO Joe Kaeser von Siemens sein Unternehmen am besten nach außen dar. Vor allem die 40- bis 49-Jährigen (16 %) und über 65-Jahre alten Deutschen (12,5 %) geben ihn an. Adidas-Chef Kasper Rorsted wird von knapp 7 % der Befragten genannt, gefolgt von Mathias Döpfner von Axel Springer (4 %). Allerdings können mehr als 56 % der Bundesbürger keinen CEO benennen, der sein Unternehmen nach außen gut repräsentiert.

 

Neue Generation von Top-Managern

"Soziale Kompetenzen gewinnen enorm an Bedeutung"

„Die klassischen Kompetenzfelder eines erfolgreichen CEO werden sich künftig immer stärker ändern. Gewinne zu erzielen allein reicht nach Ansicht der Mehrheit der Deutschen nicht mehr aus. Top-Manager müssen nicht nur die Herausforderung des Fachkräftemangel erfolgreich lösen können, sondern auch den gesellschaftlichen Wandel. Und zu diesen Themen soll er auch Stellung beziehen“, sagt Susanne Marell, Geschäftsführerin der Kommunikationsagentur JP│KOM. „Führungsstärke bleibt zwar die zentrale Kompetenz, aber Visionskraft, Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz gewinnen enorm an Bedeutung. Damit zeigt unsere Umfrage, dass sich nach Ansicht der Deutschen eine neue Generation von Top-Managern an der Spitze der Unternehmen gefragt ist.“

Methode

Über die Befragung

Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das repräsentative Ergebnis die Antworten von über 2.500 Teilnehmern pro Frage vom 20. August 2019. Der statistische Fehler der Ergebnisse liegt bei 3,5 %. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

Über JP│KOM

JP│KOM ist die Agentur der Zukunft. Wir stehen für strategische Beratung, spannende Storys und hochwertigen Content in modernen Medien. In den Büros in Düsseldorf und Frankfurt am Main unterstützen 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kunden aus Maschinenbau und Technik, Chemie, Banken/Versicherungen, Healthcare und anderen Branchen auf dem Weg ins neue Kommunikationszeitalter. Wir gestalten den digitalen Wandel – auch in traditionsreichen Unternehmen. Als Mitglied des International PR Network (IPRN) hat JP│KOM weltweit mehr als 40 Kooperationspartner. www.jp-kom.de 

Über Civey

Civey ist Markt- und Technologieführer für Meinungsdaten. Das Berliner Opinion-Tech Unternehmen hat mithilfe von Machine Learning ein innovatives Verfahren entwickelt, mit dem es repräsentative Befragungen vollautomatisiert online durchführt. Kunden können die erhobenen Informationen live einsehen und nutzen. Nutzer, die an Befragungen teilnehmen, erhalten ebenfalls Zugang zu repräsentativen Ergebnissen in Echtzeit. Seine Nutzer erreicht Civey monatlich auf mehr als 25.000 Webseiten, zu denen unter anderem Spiegel Online, WELT, Focus Online, FUNKE Mediengruppe oder t-online.de gehören. Nach rund zwei Jahren verfügt Civey über das größte und aktivste Panel für Markt- und Meinungsforschung in Deutschland. www.civey.com/pro

Über Quadriga Hochschule

Die Quadriga Hochschule Berlin ist eine private Hochschule für Management in den Bereichen PR und Kommunikation, Politik und Public Affairs, Human Resources, Vertrieb und Marketing. Die Hochschule leistet interdisziplinäre Wissensvermittlung, praxisrelevante Forschung und professionellen Netzwerkaufbau zur Karriereförderung. Derzeit umfasst das Angebot sieben berufsbegleitende Studienprogramme sowie zahlreiche Weiterbildungsformate auf Executive Education Level. www.quadriga.eu

Kontakt und Downloads

Ihre Ansprechpartner und Ihre Downloads

Susanne Marell
Geschäftsführerin
JP│KOM GmbH
Tel. +49-211-687835-14
susanne.marell@jp-kom.de

Steffen Braun
Partner, Leiter Wirtschaft und Gesellschaft
Civey GmbH
Tel. +49-160-94737268
steffen@civey.com

 

Foto: FangXiaNuo/istockphoto.com, Illustration: JP│KOM, Grafiken: DataWrapper, Datenquelle: Civey