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Metaphern in der Mitarbeiterkommunikation

von Gast – 29. Februar 2016

Laut der kognitiven Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson (1980) sind Metaphern allgegenwärtig: in der Art und Weise wie wir denken, sprechen und handeln. Unser konzeptuelles System, das unser Denken und Handeln bestimmt, ist von Natur aus metaphorisch und ermöglicht somit das Denken über abstrakte, nicht direkt erfahrbare Dinge. Dies äußert sich in konzeptuellen Metaphern – Metaphern, die systematisch in der Sprache auftreten und unser Denken und Handeln strukturieren. Konkrete, erfahrungsbasierte Konzepte – geprägt von Kultur und grundlegenden Körpererfahrung – werden dabei auf abstrakte Dinge übertragen wie zum Beispiel „Zeit ist Geld“ und damit verbundene metaphorische Redeweisen wie „du verschwendest meine Zeit“ oder „dieser platte Reifen kostet mich eine Stunde“.

Metaphorische Konzepte in Mitarbeiterzeitungen

Ziel und Aufgabe der Mitarbeiterzeitung ist die Darstellung und Verbreitung einer Unternehmensidentität sowie die Unterstützung des organisationalen Wandels. Die Identifikation seitens der Mitarbeiter ist dazu unabdinglich.

Können metaphorische Konzepte wie „Wirtschaftlicher Wettbewerb ist sportlicher Wettkampf“ oder „Belegschaft ist eine Mannschaft“ den Zweck und die Aufgabe von Mitarbeiterzeitungen erfüllen? Oder müssen neue Konzepte her?

Gastautorin: Verena Franzen

Foto: Shutterstock.com/wavebreakmedia