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Wie plane ich ein gutes Online-Event?

von Anne Tessmer – 14. Mai 2021

 

Die Bausteine für digitale Events? Mehr als Video-Konferenz und Umfrage-Tool.

Klar, die technische Umgebung muss stimmen, genau wie der Content. Was dann den echten Event-Charakter ausmacht, fassten die Referent:innen Saskia Bruder und Mirko Voges von der Event-Agentur STR8 am virtuellen Mittagstisch in fünf Faktoren zusammen.

 

5 Event-Faktoren

  1. Exklusivität. Welche Inhalte werden über das virtuelle Event hinaus online geteilt – und welche eben nicht? Tipp: Attraktive Elemente nur während der Veranstaltung verfügbar machen. Das macht den Anreiz aus, live teilzunehmen.
  2. Personalisierung. Von der individuell zusammengestellten Agenda bis hin zu personalisierten Inhalten: jede(r) erlebt eine Online-Veranstaltung, die auf die eigenen Präferenzen und Fragen zugeschnitten ist.
  3. Interaktion. Die Teilnehmer:innen gestalten ihr Erlebnis mit und werden aktiv, z. B. durch Gamification. Auch Selektivität macht ein Event interaktiver – einfach die Besucher:innen selbst die Event-Landschaft erkunden lassen.
  4. Haptik. Das optische und auditive Erlebnis im digitalen Raum sinnlich anreichern: So können Give-Aways eine Botschaft „greifbar“ machen; der Griff zum Care-Paket verknüpft das Event mit Genuss.
  5. Live-Erlebnis. Wie „echt“ zusammenkommen: zeitgleich die Inhalte wahrnehmen, diskutieren und entwickeln, beim Zufalls-Kaffee plauschen oder zusammen vor dem Bildschirm tanzen. Solche gemeinsamen Erlebnisse verbinden – über den Chat hinaus.

 

Wie sieht eine virtuelle Messe aus?

Von Cartoon bis fotorealistisch, von Messehalle bis Marktplatz: „Technisch ist alles möglich. Entscheidend ist, dass das Konzept stimmt“, betonte Mirko Voges. Das Design muss zum Veranstalter und zum Publikum passen, ob Hausmesse, Hauptversammlung, Barcamp oder Teamevent.

 

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Eine Auswahl an Online-Locations, die Mirko mit seinem Team in der Event-Software ray.seven umsetzt, stellte er vor. Dabei sind es originelle Details, an denen die Besucher:innen hängen bleiben: Ein Lama in der Lobby, ein Roller, der oben an der Decke entlang fährt: „Digital gehen Dinge, die live unvorstellbar sind. Hier dürfen wir spinnen!“, fordert Saskia Bruder auf, virtuelle Welten mutig zu gestalten.

 

Wie aktiviere ich online die Teilnehmer:innen?

Wer aktiv ist, ist aufmerksam. Daher lohnt es sich, Ideen für virtuelle Events zu entwickeln, die über Information und Video-Show hinausgehen. Beliebt sind Edutainment-Elemente und Spiele wie Quizzes, Challenges oder Messe-Ralleys. Aber auch spielerische Elemente ohne Technik-Aufwand aktivieren: Lieblings-Objekte in die Kamera halten, „Ich sehe was, was du nicht siehst“ im Screen der anderen oder Umfragen per Post-it-Methode.

In Zukunft werden virtuelle und hybride Events das Portfolio der Kommunikation ergänzen. Ob digitale Bühne, virtuelle Bar oder Online-Ralley – hier gibt es jede Menge Raum für virtuelles Netzwerken, Markenerlebnis und Dialog.